The Landmark Project

Rückschau auf die erste Fachkonferenz für sozialverträgliche IT-Beschaffung am 13. Juni 2013 in Rostock

Seit 2009 erlaubt die Bundesgesetzgebung der öffentlichen Hand, bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische und soziale Kriterien in ihren Ausschreibungen zu berücksichtigen. Bei einigen Produktbereichen gibt es aussagekräftige Siegel oder Zertifikate, wie z.B. das Fairtrade-Siegel bei Lebensmitteln, Sportbällen und Blumen oder XertifiX beim Kauf von Natursteinen. Auch im Textilbereich ist einiges in Bewegung, so treten zunehmend Bekleidungsunternehmen der FairWearFoundation bei oder lassen ihre Produkte nach dem GOTS-Standard siegeln. Bei einer Boombranche jedoch lässt die Durchsetzung von Arbeitnehmer_innenrechten und ökologischen Standards scheinbar besonders lange auf sich warten: Die IT-Branche mit ihren äußerst komplexen Zulieferstrukturen macht immer wieder mit skandalösen Arbeitsbedingungen Schlagzeilen. Was ist aber zu tun, um hier eine positive Entwicklung einzuläuten? Der Schlüssel könnte die öffentliche Hand als Großverbraucherin sein. Welchen Beitrag können Beschaffer_innen in Ministerien und Ämtern leisten, um die Produktionsbedingungen nicht nur hierzulande, sondern auch und besonders in Asien, Afrika und Lateinamerika zu verbessern? Dieser Frage wollen die fünf norddeutschen entwicklungspolitischen Landesnetzwerke im Rahmen der Fachkonferenz „Sozialverträgliche Beschaffung von IT-Hardware in Norddeutschland“ nachgehen. Neben NGO-Vertreter_innen und Beschaffer_innen verschiedener bundes- und landesweit agierender Institutionen treten Mitarbeiter_innen des Workers‘ Assistance Center (Philippinen) und von FairPhone (Niederlande) auf und tauschen sich über die Möglichkeiten sozialverträglicher öffentlicher Beschaffung im Elektronikbereich aus.

Die Konferenz fand am 13. Juni 2013 von 10.30 bis 16.30 Uhr an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, Justus-von-Liebig-Weg 6, 18059 Rostock statt.

Den Programmflyer finden Sie hier.

Präsentationen zu den Inputs:

Salve Valenciano, Workers Assistance Center, Rosario, Philippinen: PDF hier

Annelie Evermann, weed – World Economy, Ecology and Development, Berlin: PDF hier

Niclas Rydell, TCO Development, Stockholm, Schweden: PDF hier

Susanne Jordan, Nager-IT, Bichl: PDF hier

Miquel Ballester, Fairphone, Amsterdam, Niederlande: PDF hier

Klaus-Peter Tiedtke, Bundesbeschaffungsamt, Bonn: PDF hier

Kirsten Wiese, Senatorin für Finanzen, LANDMARK-Projekt, Bremen: PDF hier

Hier finden Sie die Teilnehmendenliste.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Evaluation.

Die Konferenz knüpfte an das Fachgespräch zu sozialverträglicher IT-Beschaffung vom 29. November 2012 in Norderstedt an, dessen Dokumentation hier abrufbar ist.
Eindrücke von der Konferenz:

  

  

Salve Valenciano                                          Niclas Rydell

  

Senator Holger Matthäus & Salve Valenciano

  
Susanne Jordan
  
  
Miquel Ballester                              Klaus-Peter Tiedtke

                                                                       Kirsten Wiese

  

                                                       Annelie Evermann

Bilder können in höherer Auflösung unter schwartz@eine-welt-mv.de angefordert werden.

Sehenswert zum Thema sozialverträgliche Beschaffung ist der Kurzfilm Überprüfung sozialer Standards in der öffentlichen Beschaffung unseres Projektpartners LANDMARK Project:

Die Konferenz ist eine Kooperation der fünf norddeutschen Eine-Welt-Landesnetzwerke mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V, den Wissenschaftsverbünden Um-Welt und IuK der Universität Rostock sowie weed – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V. und dem LANDMARK-Projekt: www.landmark-project.eu/de.

Gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) aus Erträgen von Bingo – die Umweltlotterie und die Europäische Union. Für den Inhalt dieser Veranstaltung sind allein die Referent_innen verantwortlich. Der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.

 

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